Optimierungen
Die in EASY UI Designer implementierten Optimierungsverfahren reduzieren mithilfe von zwei Mechanismen die Anzahl der Anfragen und damit das auszutauschende Datenvolumen:
- Über Gruppen kann der Austausch von Variablenwerten blockweise oder einzeln gesteuert werden. Dabei kann entschieden werden, ob die Variablen synchron oder asynchron abgefragt werden und in welchem Zyklus die Abfrage bei der Steuerung erfolgt. Die Abfrage kann gezielt für eine Gruppe gestartet oder gestoppt werden, so dass beispielsweise die Visualisierung erst dann Variablen mit der SPS austauscht, wenn diese für die aktuelle Applikationsseite relevant sind.
- Strukturen und Felder reduzieren die Übertragung des Protokollrahmens und die Anzahl der Anfragen bei der SPS. Felder fragen dabei einen Block von Variablen gleichen Typs ab. Strukturen beinhalten die Übertragung von Variablen unterschiedlicher Datentypen.
Um auf erträgliche Übertragungszeiten zu kommen, müssen diese beiden Optimierungsverfahren bei bestimmten Kommunikationskomponenten eingesetzt werden.
Beispiel
Die Übertragung von 100 Datenworten über einen den VisiWin Treiber S7 MPI (RS 485-Schnittstelle) dauert ca. 2 s, wenn jedes einzelne Datenwort als Variable in EASY UI Designer definiert wurde. Liegen die Datenworte in der SPS in einem zusammenhängenden Speicherbereich, können die Variablen als Feld oder als Struktur definiert innerhalb von ca. 100 ms abgefragt werden.
Konzeptionell hat der Treiber und damit das System durch die Definition als Variablenfeld an zwei Stellen Zeit gewonnen:
- Die Anfrage beinhaltet nur einmalig das Rahmenprotokoll, die Adresse sowie die Länge des abzufragenden Datenblockes. Weitere Rahmenprotokolle müssen nicht übertragen werden.
- Die Wartezeit zwischen Anfrage, Antwort und erneuter Abfrage entfällt.
Die Gruppensteuerung wird von VisiWin Treibern und OPC-Servern auf jeden Fall unterstützt. Einschränkungen gelten hier für VisiWin Treiber: Das synchrone Lesen wird erst ausgeführt, wenn alle Schreibaufträge ausgeführt wurden.
Bei OPC-Servern ist zu überprüfen, ob der Zugriff über Felder oder Strukturen möglich ist. Dazu müssen Datenblöcke entweder als Startadresse eines Byteblockes oder über IEC1131 zu adressieren sein.
VisiWin Treiber gewährleisten diesen Zugriff in den Standard Projekttypen.