Komponenten
Das folgende Diagramm zeigt die Komponenten des Systemmoduls Alarme. Die Aufgabe jeder Komponente sowie das Zusammenspiel der Komponenten werden weiter unten erläutert.
Der Variablenserver liefert die Prozessdaten zur Auslösung von Alarmen.
Während der Initialisierung liest der Alarmserver die in der Projektdatei festgelegten Definitionen aus. Prozessdaten, die als Ereignis- oder Quittiervariablen für Alarme festgelegt sind, werden beim Variablenserver zur Überwachung angemeldet, d. h. ändert sich einer dieser Prozesswerte, so wird der Alarmserver davon unterrichtet. Prozessdaten, die als Statusvariablen in den Definitionen festgelegt sind, werden beim Ändern eines Alarmstatus in den Variablenserver geschrieben.
Applikationssprachabhängige Alarmtexte werden aus dem Sprachserver bezogen.
Bei der Änderung eines Alarmzustandes wird dies allen angeschlossenen Alarmclients mitgeteilt. Von einem Client ankommende Quittierungen werden automatisch an alle anderen Clients und ggf. auch den Variablenserver weitergereicht.
Der Sprachserver liefert dem Alarmserver die lokalisierbaren Alarmtexte mit allen Möglichkeiten dynamischer Texte. So können lokalisierbare Texte Prozessvariablenwerte, weitere zustandsbezogene lokalisierbare Texte und Sonderformate wie Datum, Uhrzeit usw. enthalten.
Der Alarmclient einer Visualisierungsapplikation dient dazu, Alarme vom Alarmserver entgegenzunehmen und an die Steuerelemente zu übergeben. Quittierungsvorgänge in Steuerelementen werden an den Alarmserver weitergereicht. Dieser nimmt dann die nötigen Statusänderungen vor. Die Funktionen des Clients werden im Namensraum "VisiWin.Alarm" angeboten.
Alarme können über die spezielle Alarmsteuerelemente angezeigt werden. Zum Beispiel ermöglicht das Steuerelement AlarmList die vorgefilterte Ansicht von Alarmen in Form einer Liste und zusätzlich eine integrierte Quittierungsmöglichkeit von Alarmen.
Die Projektdatei enthält die Definitionen des Alarmsystems. Die Definitionen enthalten die Informationen, welcher Prozesswert meldungsrelevant ist, wie der Alarm dargestellt werden soll und welche zusätzlichen Aktionen beim Auftreten des Alarms ausgeführt werden sollen. Zur Entwicklungszeit können die Definitionen mit dem Alarmeditor bearbeitet und mit den Eigenschaftenseiten der Steuerelemente abgefragt werden. Zur Laufzeit werden die Definitionen vom Alarmserver gelesen. Sie bestimmen das Verhalten des Alarmservers und der Applikation.
Der Alarmeditor ermöglicht die Projektierung des Alarmsystems. Durch die Festlegung von Definitionen in der Projektdatei ermöglicht er es das Laufzeitverhalten des Alarmservers zu bestimmen.
Für das Systemmodul Alarme stellt »EASY UI Designer« als Projektierunterstützung Dialoge zur Auswahl von Alarmklassen und Alarmgruppen zur Verfügung.
Neben der reinen Überwachung von Alarmzuständen verwaltet der Alarmserver eine Alarmhistorie in Form einer Datenbank. Darin können alle auflaufenden Alarmzustandsänderungen gespeichert werden.