Konfiguration der Alarmhistorie
Die Register "Allgemein" und "Erweitert" ermöglichen folgende Einstellungen für die Alarmhistorie:
Register "Allgemein"
Protokollierte Alarmzustände
Legt fest, welche Alarmzustände protokolliert werden sollen. Nähere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Alarmzustände.
Gibt den Pfad für alle historischen Alarm- bzw. Protokolldateien an. Die Pfadangabe kann
sowohl absolut (die Schaltfläche
öffnet einen Dialog zur Auswahl eines
Verzeichnisses) als auch relativ zum Projektverzeichnis (das Schlüsselwort <ProjectDir>
leitet die relative Pfadangabe ein z. B.: <ProjectDir>\Alarme) angegeben werden.
Dateiname
Gibt einen Daeinamen an. Der Dateiname wird entweder automatisch oder manuell eingestellt:
-
Automatisch
Der Dateiname bildet sich aus dem aktuellen Datum (ggf. auch der aktuellen Uhrzeit), zu dem die Datei erzeugt wurde.
-
Manuell
Der Dateiname kann ähnlich wie ein sprachbezogener Text im Indextexteditor einen dynamisch eingebundenen Prozessvariablenwert enthalten. Die Schaltfläche
öffnet einen Dialog
zum Einbinden eines dynamischen Prozessvariablenwertes.
Dateiwechselereignis
Über das Dateiwechselereignis wird bestimmt, wann eine neue Datei angelegt wird. Möglich sind hier die Einstellungen:
-
Täglich
Zum Datumswechsel wird eine neue Alarmhistoriendatei angelegt.
-
Wöchentlich
Zum Wochenwechsel wird eine neue Datei angelegt.
-
Monatlich
Zum Monatswechsel wird eine neue Datei angelegt.
-
Jährlich
Zum Jahreswechsel wird eine neue Datei angelegt.
-
Trigger
Beim Setzen der Triggervariablen wird eine neue Datei angelegt.
-
Nie
Das System führt selbständig keinen Dateiwechsel aus. Es besteht jedoch die Möglichkeit, über die Funktionen im Namensraum "VisiWin.Alarm" bzw. "VisiWin.Logging" aus dem Programmcode heraus einen Dateiwechsel auszulösen.
-
Zeitspanne
Eine neue Datei wird zyklisch nach Ablauf einer Zeitspanne angelegt. Die Zeitspanne wird über die Felder Tag, Std, Min festgelegt.
Triggervariable
Gibt den Namen einer binären Variablen an, die als Trigger zum Dateiwechsel dient. Das Feld ist nur aktiv, wenn im "Dateiwechselereignis" die Einstellung "Trigger" vorgenommen wurde.
Dateimodus
Beschreibt, ob die Datei schnell oder sicher gespeichert werden soll:
-
Die historische Alarm- bzw. Protokolldatei wird bis zum Auslagerungsereignis geöffnet gehalten. Dies erhöht die Performance des Dateizugriffs. Bei einem Absturz ist jedoch nicht gewährleistet, dass der Inhalt der Datei korrekt ist.
-
Wird diese Option aktiviert, so wird die historische Alarm- bzw. Protokolldatei nach jedem Schreibzugriff vom Alarm- bzw. Protokollserver wieder geschlossen. Dies erhöht die Sicherheit beim Systemabsturz, kann aber unter Umständen das System verlangsamen.
Windows Schreibcache umgehen
Ist diese Option aktiviert, dann werden die Daten direkt auf die Festplatte geschrieben, ohne im Windows-Schreibcache gepuffert zu werden (standardmäßig deaktiviert).
Max. Dateiengesamtgröße
Legt fest, welchen Speicherplatz die historischen Alarmdateien bzw. Protokolldateien auf der Festplatte maximal einnehmen dürfen. Wird die hier (in Kilobyte) angegebene Größe überschritten, werden die ältesten Dateien gelöscht. Dies dient dazu, die Festplatte vor einem Überlauf zu schützen. Wird der Parameter Dateimodus auf "Schnell" gestellt, kann es zu einer Überschreitung der hier vorgegebenen Größe kommen. Der Größenvergleich wird erst ausgeführt, nachdem die im internen Puffer gehaltenen Daten in die Datei geschrieben wurden. Ist die intern gepufferte Datenmenge sehr groß, führt dies unter Umständen dazu, dass mehrere ältere Dateien gelöscht werden müssen, um die maximale Dateiengesamtgröße einzuhalten. Die Angabe des Wertes 0 (Standardeinstellung) bedeutet, dass keine Begrenzung ausgeführt wird.
Max. Anzahl Dateien
Legt fest, wie viele historische Alarmdateien bzw. Protokolldateien maximal auf der Festplatte angelegt werden können. Wird die hier angegebene Anzahl überschritten, werden die ältesten Dateien gelöscht. Dies dient dazu, die Festplatte vor einem Überlauf zu schützen. Die Angabe des Wertes 0 (Default) bedeutet, dass keine Begrenzung ausgeführt wird.
Register "Dateiformat"
Dateiformat
Legt fest, in welchem Format die historischen Datenbanken gespeichert werden. Es kann zwischen Microsoft Access 2000 Datenbanken und MS SQL Server Datenbanken gewählt werden.
SQL Servername
Wird im Dateiformat der SQL Server ausgewählt, kann hier der Computername des Rechners angegeben werden, auf dem der SQL Server installiert wurde und auf dem die historischen Alarmdatenbanken angelegt werden.
Sicherheit
Die Auswahl der hier zur Verfügung stehenden Einstellungen richtet sich nach den Freigaben in der Datenbank.
-
Integrierte Sicherheit von Windows NT verwenden
Nutzt die Rolle des angemeldeten Benutzers im Netzwerk, um sich zu authentifizieren.
-
Spezifischen Benutzernamen und Kennwort verwenden
Die Angabe von Benutzername und Passwort müssen in der Datenbank administriert werden.
Benutzername
Name des Benutzers, um sich bei der Datenbank zu authentifizieren.
Passwort
Passwort des Benutzers, um sich bei der Datenbank zu authentifizieren.
Verbindungs-TimeOut
Gibt den Time-out für den Verbindungsaufbau mit dem SQL-Server in Millisekunden an. Das Feld ist nur aktiv, wenn im Parameter Dateiformat SQL-Server ausgewählt wurde. Der vom SQL-Server festgelegte Time-out ist üblicherweise recht hoch (z. B. 60 Sekunden), was die Startzeit der Visualisierung verzögert und zur fälschlichen Annahme führt, dass die Visualisierung abgestürzt sei. Mit diesem Parameter kann der Time-out für den Verbindungsaufbau zum SQL-Server auf wenige Sekunden reduziert werden.
Rechnername des VisiWin Servers in Datenbanknamen einbinden
Ist diese Option aktiviert, wird vor den Namen der vom SQL Server erzeugten Datenbanken jeweils der Rechnername eingefügt. Diese Option ist dann sinnvoll, wenn ein zentraler SQL Server die Dateien mehrerer im Netzwerk laufender »EASY UI Designer« Applikationen speichert. Dann kann anhand der Rechnerbezeichnung im Datenbanknamen die Quelle der Aufzeichnung abgelesen werden.