Beispiel: Alarmtyp Numerisch
Folgendes Beispiel veranschaulicht die Verwendung des numerischen Alarmtyp:
Eine Anlage beinhaltet drei Motoren, die jeweils mit einem Frequenzumrichter ausgestattet sind. Die Frequenzumrichter sind baugleich und geben im Fehlerfall einen numerischen Fehlercode aus. Jeder ausgegebene Fehlercode soll einen Alarm auslösen können. Da die drei Frequenzumrichter baugleich sind, können die Projektierungsschritte über einen numerischen Alarmtyp vereinfacht werden.
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So gehen Sie vor:
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Erstellen Sie eine neue numerische Alarmtypdefinition:
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Markieren Sie im Projektexplorer den Knoten Alarme>Alarmtypen>Numerisch.
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Um eine neue Alarmtypdefinition zu erstellen, klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie Neu aus dem Kontextmenü oder klicken Sie einmal auf den Tabelleneditor und drücken Sie F8.
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Legen Sie im Fenster Eigenschaftenseiten den Namen für die neue Definition fest, z. B. "Converter". Legen Sie im Parameter Rücksetzmodus fest, wie der Alarm zurückgesetzt wird. Die richtige Einstellung hängt vom konkreten Frequenzumrichter sowie vom SPS-Programm ab.
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Legen Sie in der numerischen Alarmtypdefinition drei neue Zuordnungen an:
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Markieren Sie im Projektexplorer den Knoten der soeben erstellten numerischen Alarmtypdefinition.
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Klicken Sie auf den Tabelleneditor und drücken Sie dreimal hintereinander F8, um neue Zuordnungen anzulegen.
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Legen Sie auf den Eigenschaftenseiten oder direkt im Tabelleneditor für jede Zuordnung den "Namen", den auslösenden "Wert" (d. h. die Fehlernummer, die vom Frequenzumrichter ausgegeben wird), den "Text" und die "Alarmklasse" fest. Im Parameter Text geben Sie die Fehlerursache an.
Verwenden Sie für diese Parameter z. B. folgende Werte:
Parametername
Wert
Text
Alarmklasse
Overcurrent
1
Output current too high
Alarm
Overvoltage
2
Intermediate circuit voltage too high
Alarm
Overtemperature
3
Heat sink temperature too high
Alarm
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Legen Sie für jeden der drei Frequenzumrichter eine Alarmdefinition an:
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Legen Sie für die Alarme zunächst eine neue Alarmgruppe an, da Alarme immer einer Alarmgruppe angehören müssen. Legen Sie im Parameter Name auf den Eigenschaftenseiten den Namen für die neue Alarmgruppe fest, z. B. "Converters".
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Legen Sie in der neuen Alarmgruppe für jeden der drei Frequenzumrichter jeweils eine Alarmdefinition an. Legen Sie den "Namen" und die "Ereignisvariable" für jede Alarmdefinition fest:
Name
Ereignisvariable
Converter1
Ch1.Converters.1.Error
Converter2
Ch1.Converters.2.Error
Converter3
Ch1.Converters.3.Error
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Geben Sie im Parameter Text der Alarmdefinition die jeweilige Alarmquelle (d. h. den Frequenzumrichternamen) an. Die Fehlerursache haben Sie im Parameter Text in den Zuordnungen bereits angegeben (Schritt 2.c). Binden Sie nun den Text der Zuordnung (Fehlerursache) in den Text der Alarmdefinition (Fehlerquelle) mit Hilfe der Formatierungsanweisung "@J@":
Name
Text
Converter1
Converter 1: @J@
Converter2
Converter 2: @J@
Converter3
Converter 3: @J@
Tippen Sie die Formatierungsanweisung "@J@" direkt in den Parameter Text ein oder nutzen Sie den Dialog Lokalisierbaren Text bearbeiten, um die Formatierungsanweisung einzufügen.
Stellen Sie sicher, dass im Parameter Textmodus der numerischen Alarmtypdefinition die Option "Text aus der Alarmdefinition" verwenden ausgewählt ist (Standardeinstellung).
Zur Laufzeit wird die Formatierungsanweisung "@J@" durch den Text der jeweiligen Zuordnung ersetzt. Damit werden Fehlerquelle und Fehlerursache in einem Alarmtext kombiniert. Wird zur Laufzeit von Frequenzumrichter 1 z. B. der Fehlercode 1 ausgegeben, dann erscheint in der Alarmliste oder Alarmzeile der Text "Converter 1: Output current too high".
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- Verknüpfen Sie alle drei Alarme mit dem numerischen Alarmtyp:
Öffnen Sie die Auswahlliste im Parameter Typ der Alarmdefinition und wählen Sie "Numerisch" aus.
Öffnen Sie unter "Numerische Typen" den in Schritt 1 angelegten numerischen Alarmtyp aus.
Die Alarmtypdefinition beinhaltet 3 Zuordnungen, die die verschiedenen Bits mit Alarminformationen verknüpften. Für jeden der 3 Motoren ist jeweils ein Alarm definiert worden, der diesen Alarmtyp verwendet. Zur Laufzeit kann es also insgesamt 9 Alarme geben.
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Ereignisvariable |
Wert |
Alarmtext zur Laufzeit |
|---|---|---|
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Ch1.Converters.1.Error |
1 |
Converter 1: Output current too high |
|
Ch1.Converters.1.Error |
2 |
Converter 1: Intermediate circuit voltage too high |
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Ch1.Converters.1.Error |
3 |
Converter 1: Heat sink temperature too high |
|
Ch1.Converters.2.Error |
1 |
Converter 2: Output current too high |
|
Ch1.Converters.2.Error |
2 |
Converter 2: Intermediate circuit voltage too high |
|
Ch1.Converters.2.Error |
3 |
Converter 2: Heat sink temperature too high |
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Ch1.Converters.3.Error |
1 |
Converter 3: Output current too high |
|
Ch1.Converters.3.Error |
2 |
Converter 3: Intermediate circuit voltage too high |
|
Ch1.Converters.3.Error |
3 |
Converter 3: Heat sink temperature too high |